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Die Bedeutung von Etikette im Kyokushin Karate: Wehleidigkeit, Respekt und Verhalten in Berlin

Kyokushin Karate, ein beeindruckender Kampfsportstil mit Wurzeln in Japan, hat in der Kolonnenstraße in Berlin-Schöneberg einen festen Platz gefunden. Das Shinzen Dojo, gelegen im Herzen der Stadt, ist eine Oase für diejenigen, die sich der Kampfkunst des Kyokushin Karate verschrieben haben.



Dieser Stil, der für seine Robustheit und Effizienz bekannt ist, zieht Menschen jeden Alters und Hintergrunds an, die auf der Suche nach körperlicher Fitness, mentaler Stärke und persönlicher Entwicklung sind.


Doch Kyokushin Karate ist mehr als nur ein Sport - es ist eine Lebenseinstellung. Die Dojo-Etikette, das Verhalten gegenüber Schülern und außerhalb des Dojo im Alltag sind grundlegende Säulen dieser Disziplin. Die japanischen Etiketten, die im Kyokushin Karate praktiziert werden, sind Ausdruck einer jahrhundertealten Tradition der japanischen Kultur.


Sie sind nicht nur oberflächliche Formalitäten, sondern ein Weg, die Werte und Prinzipien dieser Kampfkunst in den Alltag zu integrieren.


Die Kyokushin Karate Dojo Etikette:


  1. Begrüßung und Verabschiedung: Schon bevor das Karate-Training beginnt, ist die Art und Weise, wie man sich im Dojo begrüßt und verabschiedet, von großer Bedeutung. Ein respektvoller Gruß, sei es durch Verbeugen oder Hände schütteln, zeigt die Anerkennung für die Gemeinschaft und den Lehrer.

  2. Respekt vor dem Lehrer: Im Kyokushin Karate wird der Trainer als Sensei (Lehrer) betrachtet. Dieser Titel wird nicht leichtfertig vergeben und symbolisiert die jahrelange Erfahrung und Hingabe des Lehrers. Schüler sollten ihrem Sensei mit aufrichtigem Respekt und Vertrauen begegnen.

  3. Gegenseitiger Respekt: Innerhalb des Dojos ist Respekt unter den Schülern essentiell. Niemand ist besser als der andere, und das Kyokushin-Prinzip der "Wehleidigkeit" ermutigt die Schüler dazu, Grenzen zu überwinden und ständig an sich zu arbeiten, während sie gleichzeitig ihre Mitstreiter respektieren und motivieren, anstatt sie runterzuziehen.


Wehleidigkeit und die Suche nach Aufmerksamkeit:


Im Kontext des Kyokushin Karate ist Wehleidigkeit nicht nur auf physische Schmerzen beschränkt, sondern bezieht sich auch auf die Suche nach Aufmerksamkeit oder das Ausnutzen von Mitleid.


Diese Verhaltensweisen können kontraproduktiv sein und den eigentlichen Sinn des Kyokushin Karate Trainings und der Wehleidigkeit untergraben.


Hier sind 4 Punkte, die Schüler im Auge behalten sollten:


  1. Selbstreflexion: Es ist wichtig, sich selbst ehrlich zu hinterfragen und zu überlegen, ob man tatsächlich verletzt ist oder ob man möglicherweise nach Aufmerksamkeit sucht. Selbstreflexion kann dazu beitragen, die eigene Motivation und Integrität zu bewahren.

  2. Verantwortung übernehmen: Statt nach Mitleid zu suchen, sollten Schüler Verantwortung für ihre Handlungen und Entscheidungen übernehmen. Wenn man sich verletzt hat, ist es wichtig, dies dem Trainer oder den Verantwortlichen im Dojo mitzuteilen, anstatt dramatische Szenen zu inszenieren.

  3. Ehrlichkeit: Ehrlichkeit ist eine der Grundlagen des Kyokushin Karate. Schüler sollten ehrlich zu sich selbst und anderen sein. Wenn sie Hilfe oder Unterstützung benötigen, sollten sie dies offen kommunizieren, anstatt nach Mitleid zu suchen.

  4. Fokus auf das Training: Das Kyokushin Karate Training erfordert Konzentration und Hingabe. Die Suche nach Aufmerksamkeit oder das Ausnutzen von Mitleid lenken nicht nur von diesem Fokus ab, sondern können auch die Trainingserfahrung anderer Schüler beeinträchtigen.


Wehleidigkeit sollte in erster Linie als ein Mittel zur persönlichen Entwicklung und zur Stärkung des Charakters verstanden werden.


Das Ausnutzen von Wehleidigkeit, um Aufmerksamkeit zu erregen oder Mitleid zu erzeugen, steht im Widerspruch zu den Werten des Kyokushin Karate und sollte vermieden werden. Wahre Stärke und Wehleidigkeit manifestieren sich in der Fähigkeit, Schwierigkeiten zu überwinden, ohne nach unangemessener Aufmerksamkeit zu suchen.


Wenn du lernst, Wehleidigkeit zu überwinden und nach innerer Stärke suchst, wirst du feststellen, dass diese Fähigkeit nicht nur in einem Dojo wichtig ist. Sie bildet die Grundlage für dein Verhalten außerhalb des Dojos und in deinem täglichen Leben.


Schauen wir uns nun an, wie die Prinzipien des Kyokushin Karate, die wir besprochen haben, dir helfen können, ein respektvolles und verantwortungsbewusstes Verhalten in Berlin und darüber hinaus zu kultivieren.


Verhalten außerhalb des Dojo:


  1. Selbstdisziplin: Kyokushin Karate lehrt nicht nur physische Fitness, sondern auch mentale Disziplin. Schüler werden ermutigt, diese Disziplin in allen Lebensbereichen anzuwenden, sei es bei der Arbeit, im Studium oder in zwischenmenschlichen Beziehungen.

  2. Verantwortung und Fairness: Schüler sollten Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und faire Entscheidungen treffen. Dies fördert ein positives Image des Kyokushin Karate in der Gesellschaft von Berlin und darüber hinaus.

  3. Konfliktlösung und Besonnenheit: Die im Kyokushin Karate entwickelte Selbstbeherrschung hilft Schülern, Konflikte ruhig und besonnen anzugehen. Sie lernen, die Kontrolle über ihre Reaktionen zu behalten und nach friedlichen Lösungen zu suchen, was in jeder sozialen Situation von Vorteil ist.

  4. Hilfsbereitschaft und Gemeinschaftssinn: Die Werte des Kyokushin Karate lehren Schüler auch, anderen zu helfen und einen starken Gemeinschaftssinn zu entwickeln. Dies spiegelt sich im Engagement für gemeinnützige Aktivitäten und im Unterstützen anderer Menschen wider.

  5. Respekt vor Vielfalt und Toleranz: Die Dojo Etikette lehrt Respekt, unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Glauben. Schüler übertragen diese Tugenden in die multikulturelle Gesellschaft von Berlin und setzen sich für Toleranz und Respekt gegenüber Vielfalt ein.


In Berlin und weltweit hat Kyokushin Karate nicht nur die physische Fitness der Menschen verbessert, sondern auch ihre Charaktere geformt. Die Dojo Etikette, Wehleidigkeit und Respekt sind die Grundlagen dieses Weges. Im Shinzen Dojo und anderen Kyokushin Schulen in Berlin wird nicht nur Kampfkunst gelehrt, sondern auch eine Lebensphilosophie vermittelt, die Schüler zu besseren Menschen macht.


Die japanischen Etiketten sind der Schlüssel zur Bewahrung dieser Tradition und Werte in der modernen Welt.


Wir leben das im Shinzen Dojo Berlin

OSU!

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