
8. Vietnam Karate Tournament 2026 – Kyokushin verbindet Menschen über Grenzen hinweg
- Shinzen Dojo

- vor 11 Minuten
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Wie fühlt es sich an, auf der anderen Seite der Welt anzukommen und dennoch sofort das Gefühl zu haben, Teil einer großen Familie zu sein?
Genau dieses Gefühl durfte ich beim 8. Vietnam Karate Tournament in Ho-Chi-Minh-Stadt erleben.
Als offizieller Vertreter der IKO World Zen Kyokushin Germany und Seitenlinienrichter (Fukushin) war ich eingeladen, an einem der bedeutendsten Kyokushin-Turniere Vietnams teilzunehmen.
Was ich dort erleben durfte, war weit mehr als ein Karate-Wettkampf – es war eine Reise voller neuer Freundschaften, gegenseitigem Respekt und unvergesslicher Begegnungen.
Kyokushin Karate auf internationalem Niveau
Am 27. Juni 2026 verwandelte sich die Sporthalle der Japanischen Schule in Ho-Chi-Minh-Stadt in den Mittelpunkt der internationalen Kyokushin-Welt.
Über 80 Karateka aus Vietnam, Japan, Deutschland, Kambodscha und weiteren Ländern trafen sich, um ihr Können in Kata und Kumite unter Beweis zu stellen. Das Turnier wurde von der IKO World Zen Kyokushin Vietnam Branch organisiert und zeichnete sich durch eine außergewöhnlich professionelle Durchführung aus.
Für mich war es eine besondere Ehre, Deutschland offiziell zu vertreten und gemeinsam mit Shihan Nakayama (JKJO) als Fukushin die Kämpfe zu bewerten. Die Finalkämpfe durfte ich anschließend gemeinsam mit Shihan Shigeo Niitsu richten – eine große Verantwortung und gleichzeitig eine wertvolle Erfahrung.
Beeindruckende Organisation mit japanischer Präzision
Besonders beeindruckt hat mich die Organisation des gesamten Turniers.
Unter der Leitung von Sensei Daimon Keisuke verlief der gesamte Veranstaltungstag hervorragend strukturiert. Trotz der zahlreichen Kategorien, Kämpfer und internationalen Gäste wurde jeder Programmpunkt pünktlich und professionell umgesetzt. Gleichzeitig blieb genügend Zeit für persönliche Gespräche und den Austausch zwischen den Dojos.
Diese Kombination aus Effizienz und Herzlichkeit machte das gesamte Wochenende zu etwas Besonderem.
Ein besonderes Highlight war das Geigenspiel von Sensei Daimon als Programmpunkt.
Mehr als Wettkämpfe – Kyokushin als Gemeinschaft
Natürlich standen Kata und Kumite im Mittelpunkt des Turniers. Noch wichtiger war jedoch die Atmosphäre.

Ob Kinder, Jugendliche oder erfahrene Schwarzgurte – überall war gegenseitiger Respekt spürbar. Vor und nach jedem Kampf begegneten sich die Karateka mit Höflichkeit und Wertschätzung. Genau diese Werte machen Kyokushin seit jeher aus.
„Durch unsere World Zen-Kyokushin Organisation können wir immer wieder neue Freunde auf der ganzen Welt kennenlernen. Freundschaft entsteht nicht nur durch das gemeinsame Training, sondern durch die gemeinsamen Erlebnisse.“ – Sensei Son Le
Sayonara Party – Freundschaften über Ländergrenzen hinaus
Nach dem Turnier trafen sich Teilnehmer und Gäste zur traditionellen Sayonara Party.
Hier zeigte sich erneut, was Kyokushin ausmacht. Obwohl viele unterschiedliche Sprachen gesprochen wurden, entstanden schnell Gespräche, gemeinsames Lachen und neue Freundschaften.
Gerade diese Momente bleiben oft länger in Erinnerung als Medaillen oder Pokale.
Seminar mit Karateka aller Altersklassen
Am Sonntag folgte ein internationales Seminar in der Japanischen Schule.
Nach einem gemeinsamen Kihon-Geiko wurden die Teilnehmer in kleinere Gruppen aufgeteilt. Ich durfte eine Kindergruppe im Alter von etwa fünf bis neun Jahren unterrichten und mit ihnen die Grundlagen des Kyokushin Karate trainieren. Anschließend standen Kumite-Übungen für alle Altersklassen auf dem Programm.
Rund 40 bis 50 Karateka nahmen am Seminar teil. Besonders beeindruckend war die konzentrierte und respektvolle Atmosphäre. Alle trainierten mit großem Engagement und zeigten den Wunsch, voneinander zu lernen.
Ho-Chi-Minh-Stadt – modern, lebendig und gastfreundlich
Neben dem Karate blieb auch Zeit, Vietnam kennenzulernen.
Ho-Chi-Minh-Stadt ist eine faszinierende Metropole. Modern, dynamisch und voller Leben. Gleichzeitig begegneten mir überall freundliche und hilfsbereite Menschen. Besonders der japanisch geprägte Stadtteil bot eine angenehme Atmosphäre mit vielen Restaurants, Cafés und Geschäften.
Auch kulinarisch war die Reise ein Highlight. Die Vielfalt der vietnamesischen und internationalen Küche machte jeden Restaurantbesuch zu einem besonderen Erlebnis.
Am Sonntagnachmittag führte uns Shihan Niitsu durch die Stadt. Gemeinsam entdeckten wir bekannte Sehenswürdigkeiten und konnten die besondere Atmosphäre Ho-Chi-Minh-Stadts auch außerhalb der Sporthalle erleben.
Eine wichtige Reise für das Shinzen Dojo Berlin
Für das Shinzen Dojo Berlin war diese Reise weit mehr als die Teilnahme an einem internationalen Turnier.
Sie bot die Möglichkeit, bestehende Freundschaften zu vertiefen, neue Kontakte in Vietnam aufzubauen und das Netzwerk innerhalb der World Zen Kyokushin Familie weiter auszubauen.
Mein Wunsch ist es, dass wir künftig auch mit mehreren Mitgliedern unseres Dojos an internationalen Veranstaltungen teilnehmen und unseren Schülern diese wertvollen Erfahrungen ermöglichen.
Fazit
Das 8. Vietnam Karate Tournament hat erneut gezeigt, dass Kyokushin weit mehr ist als Wettkampf.
Es verbindet Menschen unterschiedlicher Kulturen, Sprachen und Nationen durch gemeinsame Werte wie Respekt, Disziplin und gegenseitige Wertschätzung.
Mit vielen neuen Eindrücken, inspirierenden Begegnungen und großer Dankbarkeit bin ich nach Berlin zurückgekehrt.
Osu!



























































































































































































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